Wie schön es im Wald ist
Wenn die sengende Sonne auf die Felder und Wege brennt, dann ist es angenehm kühl im Wald, im dämmrigen Schatten der großen Bäume. Nur ab und zu kann man durch die Nadeln den Himmel sehen, aber das Sonnenlicht bricht überall durch das Dach des Waldes. Der Wald wurde viel besucht und mit der Waldeinsamkeit schien es vorbei zu sein. Es tut einen in der Seele weh wenn das Rauschen des Waldes und der liebliche Gesang der Vögel durch den Lärm der Menschen übertönt wird. Der schöne Zauber des Waldes ist dann dahin.
Wenn man allein sein möchte oder traurig ist, dann hilft der Wald über viele dunkle Gedanken hinweg. Man setzt sich ins Gras und schließt die Augen, und lauscht den traumhaften Gesang der Vögel sowie das Rauschen der hohen Baumwipfel. War es derselbe blaue Himmel der über der Stadt hing, so rein und klar? Waren es dieselben Bäume, wie sie in der Nähe wuchsen? Auch der Gesang der Vögel schien hier in der Waldeinsamkeit anders zu klingen, so hoffnungsfroh und lustig. Man kann seine Gedanken freien Lauf lassen, sich entspannen oder ein wenig träumen.
Vieleicht von einem Waldmännlein mit langem, weißen Bart und lustig blickenden Augen oder von Waldgeistern die, die Sorgen, Schwächen und Gebrechen der Menschen kennen aber nur denen gut gesinnt sind, und helfen, die es auch wert sind.
Der Wald gibt uns so vieles, immer wieder neue Wunder in der Natur, aber diese sind dann oft durch Waldfrefler bedroht.
Vorallem wenn man statt liebliche Waldblumen, oder jungen eingerollten Farnwedeln, duftende Maiglöckchen: riesiege Müllberge erblickt. Die so zarten Glockenblumen wurden bis auf einige wenige, die ihr Köpfchen raussteckten, im Müll erstickt.
Verstimmt und mit Groll im Herzen geht man durch das niedergedrückte Gras, welches noch mit einigen Müllresten bestückt ist.
Wie können Menschen soetwas tun: Es sind namentlich die, welche von Waldschönheit nichts verstehen.
Neue Wunder des Waldes erfreuen uns immerfort. Es sei das muntere springen mancher Tiere, jedes Käferlein und jede Blume. Wenn man den Wald liebt und versteht, erst dann wird man befähigt sein das Wesen des Waldes zu verstehen.
In den Wipfeln der alten Bäume vernahm man noch lange Zeit ein geheimnisvolles rauschen und flüstern, und wenn man nur ein wenig Fantasie hat, hört man die Blätter die noch miteinander redeten.
Wenn der letzte der Menschen den Wald am Abend verlassen hatte, wird es still im Wald, dann beginnt ein anderes Leben im nächtlichen Dunkel des Waldes.

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